Das Parken in Kiel wird teurer – Stadt erhöht die Gebühren

Nun also doch: Das Parken in Kiel wird teurer. Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins wird die Gebühren für das selbst betriebene Parkhaus ZOB (Zentraler-Omnibus-Bahnhof) sowie für die Tiefgarage am Europaplatz von Dezember an erhöhen. Teures Parken in Kiel – ist das gerechtfertigt?

Die Stadt verteidigt die Gebühren-Erhöhung für das Parken in Kiel. In einer Mitteilung wird Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) mit den Worten zitiert: „Die Parkgebühren der städtischen Parkeinrichtungen sind im Vergleich zu anderen Anbietern in der Stadt, aber auch im Vergleich mit anderen Städten bisher sehr niedrig. Seit vielen Jahren sind sie nicht mehr erhöht worden.“

Das ist wohl wahr – doch wurde von städtischer Seite für das Parken in Kiel in den vergangenen Jahren auch wenig investiert. Die marode Bausubstanz des ZOB-Parkhauses sei hier nur als Beispiel für das schlechte Parken in Kiel genannt.

Doch wie teuer wird das Parken in Kiel nun genau in den städtisch betriebenen Parkhäusern und Tiefgaragen? Von Dezember an verlangt die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins 50 Cent mehr pro Stunde. Bisher zahlten die Autofahrer für das Parken in Kiel in den genannten Stellen nur einen Euro. Macht unter dem Strich eine Erhöhung der Gebühren für das Parken in Kiel um satte 50 Prozent.

Gleichzeitig drehte die Stadt an der Preisschraube für das Parken in Kiel für Langzeitparker wie beispielsweise Kreuzfahr-Touristen. Für das marode Parkhaus ZOB (240 Plätze) und die Tiefgarage am Europaplatz (470 Plätze) sind nun 9,50 Euro (für mehr als 12 bis 24 Stunden Parken, vorher 7,50 Euro) fällig.

Bleibt die Frage, was sollen Kreuzfahrer, die in Kiel parken möchten, anstellen, um ihr Fahrzeug sicher zur See-Reise abzustellen? Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass immer mehr Kreuzfahrer private Anbieter für das Parken in Kiel nutzen. Eines dieser Unternehmen ist die Firma „Parken und Meer“.

Parken in Kiel mit Parken und Meer
Bei „Parken und Meer“ kann der See-Tourist zwischen Innen- und Außenparkplätze wählen. Das Beste an diesem Parken in Kiel ist jedoch: der Kreuzfahrer muss sich keine Gedanken machen, wie er vom Stellplatz zum Ozeanriesen gelangt. Im Park-Service ist ein kostenloser Transfer mit firmeneigenen Shuttle-Bussen enthalten.

Doch zurück zum Parken in Kiel in städtischen Parkhäusern und der damit verbunden Gebühren-Erhöhung. Nach den Worten des Kieler Bürgermeisters würden sich die neuen Tarife für das Parken an Kiel nur den Gegebenheiten anpassen. Sprich: Es wären marktübliche Preise. Er verwies dabei auf die Kosten für das Parken in Kiel der gewerblichen Anbieter.

So kostet die Stunde im Parkhaus am Sophienhof (845 Plätze) etwa ebenfalls 1,50 Euro, das Parkhaus Jensendamm (Altstadt, 296 Plätze) nimmt 1,30 Euro. Karstadt am Sophienblatt (610 Plätze) lässt sich das Parken demnach mit 2 Euro pro Stunde bezahlen.

Ein weiterer Grund für die Erhöhung der Gebühren für das Parken in Kiel wird ersichtlich, schaut man sich die wirtschaftliche Lage der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins an. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Schatullen sind leer. Und so sollen die Parkgebühren-Erhöhungen zusätzliche Euros in die klammen Kassen spülen. Ob das jedoch das Parken in Kiel attraktiver macht, bleibt abzuwarten.

Im kommenden Jahr soll das marode ZOB-Parkhaus neu gebaut werden. Zur Finanzierung dieses Projekts sollen auch die erhöhten Parkgebühren beitragen – der Autofahrer darf gespannt sein, wie sich das Parken in Kiel in den kommenden Monaten entwickelt.

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