Geschichte Kieler Hafen

Geschichte Kieler Hafen

– Vom Militärstützpunkt zum Kreuzfahrt-Drehkreuz

Die Historie der Stadt Kiel ist ganz eng mit der Geschichte des Kieler Hafens verbunden. Besser: Ohne den Seehafen würde es Kiel in seiner jetzigen Form wohl nicht geben. Die „Geschichte Kieler Hafen“ hält so manches spannende Kapitel bereit.
Im Jahr 1242 wurde Kiel das Stadtrecht verliehen. Schon damals spielte der Hafen eine zentrale Rolle, denn er war für den Wohlstand Kiels verantwortlich. Von hier aus wurde Handel mit dem hohen Norden und mit dem Baltikum betrieben. Folgerichtig trat Kiel in seiner „Geschichte Kieler Hafen“ im Jahre 1284 der Hanse bei. In den folgenden Jahrhunderten war Kiel oft umkämpft, die strategische Bedeutung der Handelswege vom Kieler Hafen aus lockte viele Herrscher.

Im Zuge der beginnenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstanden erstmals moderne Handelswege, die auch den Kieler Hafen berührten, z.B. der Schleswig-Holsteinische Kanal zwischen der Eider und der Kieler Förde. Zudem wurde im Jahr 1844 die Ostseebahn Kiel-Altona in Betrieb genommen, durch die die Schiffsgüter, die im Kieler Hafen an Land gebracht wurden, schnell in Richtung Hamburg weitergeleitet werden konnten.

1856 entstand dann die erste Fährverbindung auf der Ostsee zwischen Kiel und Korsör. 1865 löste Kiel Danzig zudem als preußische Flottenstation ab und wurde 1867 Kriegshafen des Norddeutschen Bundes. Nicht nur zu dieser Zeit war die “Geschichte Kieler Hafen” militärisch geprägt. 1871 erhielt Kiel in der Reichsverfassung den Titel “Reichskriegshafen”.

Geschichte Kieler Hafen

Weitere Meilensteine in der „Geschichte Kieler Hafen“ waren 1882 die erste “Kieler Woche” und 1887 die Grundsteinlegung für den Nord-Ostsee-Kanal, der 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eingeweiht wurde.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 gelangten umfangreiche Rüstungsaufträge an die Kieler Werften – auch das ist ein Kapitel in der „Geschichte Kieler Hafen“. 1936 fanden zudem die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele erstmals in Kiel statt.

Als Militärhafen ist Kiel in den Jahren des zweiten Weltkrieges ein bedeutendes Ziel für Luftangriffe der Alliierten. 80 Prozent der Innenstadt wurde damals zerstört. 72 Prozent der Wohnungen und 83 Prozent der Betriebe sind nach 90 Luftangriffen ausgelöscht.

Nach dem Kriegsende wird die „Howaldtswerke Deutsche Werft AG“ 1946 als einzige Kieler Werft wegen der geringen Beteiligung am Kriegsschiffbau von der Demontage verschont. Zeitweise war die Werft mit 9 000 Beschäftigten die größte Werft Europas.

1972 wird Kiel offiziell Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins.
Und zum zweiten Mal – nach 1936 – werden in Kiel die Olympischen Segelwettbewerbe.

Die jüngste „Geschichte Kieler Hafen“ prägt seit mehreren Jahren nun die Kreuz- und Fährschifffahrt. Binnen fünf Jahren wurden mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein gut 60 Millionen Euro in den Ausbau der Terminalanlagen im Hafen Kiel investiert.

Direkt im Herzen Kiels bietet der Hafen Kiel mit Ostseekai (Liegeplatz 27 und 28), Norwegenkai (Liegeplatz 22) und Schwedenkai drei Passagierterminals für Kreuzfahrtschiffe an. Zudem stehen weitere Schiffsliegeplätze am Sartorikai und Bollhörnkai-Süd zur Verfügung. Der Hafen Kiel kann somit jedem Kreuzfahrtschiff den passenden Liegeplatz zuweisen. Nicht zuletzt deshalb fahren alle namhaften Reedereien den Hafen Kiel an.

Insgesamt verzeichnete der Seehafen Kiel im Jahr 2010 136 Anläufe, im Jahr 2009 waren es noch 117. Tendenz steigend. Diese positive Entwicklung ist schon seit Jahren erkennbar: Im Jahr 2000 fuhren noch 47 Kreuzfahrtschiffe den Hafen Kiel an. 8 000 Passagiere wurden damals gezählt. Stetig wurden in den kommenden Jahren die Anläufe und Passagierzahlen gesteigert. Im Jahr 2004 stieg die Passagierzahl erstmals mit 129 000 in einen sechsstelligen Bereich. Und 2007 verzeichnete der Hafen Kiel erstmals über 100 Anläufe in einem Jahr (114). (Quelle: www.port-of-kiel.de)

Kiel zählt nicht nur zu Deutschlands größten Kreuzfahrthäfen. Er ist auch einer der wichtigsten Start- und Zielhäfen für Kreuzfahrten nach ganz Nordeuropa. Für die Nordeuropatouren aller führenden Reedereien ist der Hafen Kiel der drittwichtigste Ein- und Ausstiegshafen – nach Southampton und Kopenhagen. Damit hat sich der Hafen Kiel in den Spitzenpositionen der europäischen Kreuzfahrthäfen etabliert.

Ein Grund für diese Spitzenposition ist neben den perfekten Liegeplätzen für die Kreuzfahrtschiffe auch die gute Infrastruktur des Hafens – mit dem neuen Cruise Terminal Ostseekai als Herzstück, das im Jahr 2007 eröffnet wurde. Einer der größten Meilensteine in der „Geschichte Kieler Hafen“.

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